Kurzmitteilung

Tinder-Date Nr. 58, Teil 14: Ein Jahr mehr und eine kleine Lektion

Das nächste Wochenende rückt näher. Für viele wäre das wohl ein besonderes Wochenende, denn ich habe Geburtstag. Aber mir sind solche Jahrestage ehrlich gesagt ziemlich egal. Für die anderen Menschen in meinem Leben ist es glaube ich wichtiger als für mich, diesen Tag zu feiern. Also muss ich mich natürlich mal bei der Familie blicken lassen. Am Abend kommen Freunde aus meinem Dorf zu mir in die große Stadt und wir machen eine kleine Kneipentour. Das hatten wir schon länger geplant und jetzt klappt es endlich mal. Wenn mein Geburtstag schon auf einen Samstag fällt, bietet sich das an, beschließt meine Freundin. Na gut, dann machen wir das. Für eine Kneipentour bin ich ja sowieso immer zu haben. Nach ein bisschen überlegen beschließe ich, dass Nr. 58 mitkommen muss. Alles andere wäre ja komisch.

Der Samstag Abend ist also ohnehin schon geklärt. Am Mittwoch frage ich ihn, ob er vielleicht den Freitag Abend auch mit mir verbringen möchte. Nicht wegen reinfeiern oder so… das ist mir ja echt total egal! Aber dann hätten wir auch einen Abend für uns. Ich schreib ihm das. Die Nachricht wird wieder mal hundert Jahre lang nicht zugestellt. Dann fragt mich die tolle Lea (Hallo Lea! 😀 ), ob ich am Freitag was mit ihr machen möchte. Ich warte erst ab, ob 58 sich meldet. Irgendwann beschließe ich aber, dass mir das zu blöd ist. Also sage ich Lea zu und schreibe 58, dass ich jetzt andere Pläne gemacht habe, nachdem er sich nicht gemeldet hat. Vielleicht ist es sogar wirkungsvoller, einfach die logischen Konsequenzen aus seinem unzuverlässigen Kommunikationsverhalten zu ziehen statt ihn darüber zu belehren oder es mit langen Erklärungen zu versuchen.

Ich sehe ihn dann also am Samstag Abend. Er kommt kurz zu mir bevor wir meine Freunde treffen. Er hat einen riesigen Blumenstrauß dabei. Der ist wirklich schön. Allerdings zählt das bei ihm nur halb, da er aufgrund irgendwelcher Umstände ungefähr hunderttausend Prozent Rabatt auf Blumen bekommt. Ich freue mich aber natürlich trotzdem darüber. Ich bekomme nicht sehr oft Blumen geschenkt, daher muss ich die leider in meinen Putzeimer stellen. Nicht ganz stilecht… haha.

Dann holen wir meine Leute am Bahnhof ab. Knapp zehn Freunde sind mitgekommen. Darunter auch mein Bruder, dem ich Nr. 58 nun also vorstellen muss. Muss… denn damit hätte ich eigentlich echt lieber noch gewartet. Dazu muss ich sagen, dass mein Bruder ein sehr spezieller Mensch ist. Vielleicht schreibe ich über ihn irgendwann mal einen Beitrag. Aber kurz gesagt: Sheldon Cooper. Er tut sich somit sehr schwer mit neuen Menschen. Also eigentlich mit Menschen ganz generell. Und mit extrovertierten Menschen wie Nr. 58 noch mehr. Ich bin mir daher ziemlich sicher, dass die beiden sich wohl nicht verstehen werden. Andererseits freue ich mich aber, dass mein Bruder überhaupt mitkommt. Der verlässt ohnehin viel zu selten das Haus.

Wenn mein Bruder Nr. 58 schon am Abend kennen lernen wird, deute ich am Nachmittag meiner Mutter gegenüber zumindest mal kurz an, dass es da eventuell jemanden gibt. Dass das aber noch nicht so ganz fix ist und so. Naja, wir reden in dieser Familie ja alle nicht gern über solche Dinge, daher halte ich das kurz.

Insgesamt haben wir dann einen wirklich coolen Abend zusammen. Mein Bruder und Nr. 58 kommen wie erwartet nicht über das „Hallo“ hinaus. Auch ansonsten integriert sich 58 nicht allzu leicht und hält sich eher an mich. Aber alles gut, es ist ein schöner Abend. Meine Freunde hauen mit dem letzten Zug wieder ab, ich ziehe mit 58 noch kurz in einen kleinen Club. Ne Runde tanzen. Das macht auch wieder mal echt Spaß! Aber nicht allzu lange, denn für den nächsten Tag habe ich noch Pläne. Ab ins Stadion! Es ist zwar grenzwertig kalt dafür, aber wenigstens scheint die Sonne das gesamte Spiel über auf unsere Plätze. Und die Partie läuft überaus erfolgreich für meinen Verein. Insgesamt also ein schöner Ausflug. Und ein gutes Wochenende mit Nr. 58, das inzwischen aber auch schon wieder ein paar Wochen zurückliegt.

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17 Gedanken zu “Tinder-Date Nr. 58, Teil 14: Ein Jahr mehr und eine kleine Lektion

  1. Von mir auch noch alles gut nachträglich. 💜 🙂
    Bei dem Blumenstrauß im Eimer müsste ich sofort an meine Mitbewohnerin denken. Die hatte zu Valentinstag von ihrem freund einen riesigen pinken Strauß bekommen und ihn auch, mangels alternativen, in unseren roten putzeimer gesteckt. 😄 so stand der dann ne weile in unserer Küche. War echt schräg anzusehen. 😄

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  2. Sin schreibt:

    Alles Liebe nachträglich zu deinem Geburtstag!
    Ich trau mich auch kaum zu kommentieren, weil in der Zwischenzeit schon wieder soo viel passiert sein kann – positiv wie negativ. Daher übe ich mich in Geduld und bin auf deinen nächsten Beitrag gespannt (wie so viele andere sicher auch, die jetzt zustimmend nicken 😉 )

    LG
    Sin

    Gefällt 1 Person

  3. Bisher stiller Mitleser schreibt:

    Hee hee, das geht aber nicht. Ich muss hier jetzt leider mal rum pöbeln aber tinder-ghosting verteufeln und dann selber alle süchtigen Blog-Leser zu ghosten ist jetzt nicht so die feine Art. Biste mit der Attitüde inzwischen in der Politik dass hier nix mehr kommt?

    PS: Auch von mir trotzdem alles Gute nachträglich 😉

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