Mehrere (Tinder-)Dates parallel treffen: Was für paralleles Daten spricht

Parallel-Dating ist scheiße, habe ich im vorigen Beitrag festgestellt. Und dennoch gibt es diesen Beitrag hier, der sich dafür ausspricht, mehr als einen Menschen gleichzeitig zu treffen. Ich wollte mich aber ja mal ganz allgemein mit dem Thema paralleles Daten mehrerer Männer auseinander setzen. Und um eine fundierte Meinung zu entwickeln, sollte man natürlich beide Seiten abwägen. Deswegen habe ich angestrengt nachgedacht und tatsächlich sind mir einige Argumente eingefallen, die dafür sprechen, mehr als einen Mann gleichzeitig zu daten.

1. Man steigert sich nicht so sehr in „die eine“ Sache rein

Der für mich mit Abstand wichtigste Punkt. Denn ich stelle an mir selbst immer wieder fest: Wenn ich exklusiv date, steigt die Erwartungshaltung bei mir selbst. Und umso enttäuschter bin ich, wenn hinterher aus der Sache nichts wird. Ich denke schon, dass ich alles etwas entspannter sehen würde, wenn ich parallel noch andere Dates hätte. Ich würde dann nicht immer nur an den einen denken, sondern wäre ein Stück weit abgelenkt.

2. Wenn es mit einem nicht klappt, hat man gleich Ersatz

Aaach… dieser Punkt klingt total dämlich. Aber sind wir mal ehrlich: Ein Argument ist das schon! Wenn du einen Korb kriegst und im Hinterkopf hast, dass es da ja noch andere gibt, die du triffst, ist das sicher deutlich einfacher wegzustecken.

3. Chancenmaximierung („Vielleicht trifft man noch jemand besseren“)

Eigentlich klingt auch dieser Punkt ziemlich dämlich. Und vor allem repräsentiert er genau die Beliebigkeit des Online-Datings, die ich furchtbar finde und die ich bei mir selbst nicht zulassen will. Diese Online-Shopping Mentalität á la „Ich bestell mal zehn paar Schuhe und schicke dann neun zurück“. Bei Schuhen ist das ja auch total ok, die haben nicht so viele Gefühle. Menschlichen Wesen mit Gefühlen und Hoffnungen gegenüber sollte man hingegen nicht so achtlos umgehen. Aber hier soll ja das positive daran betrachtet werden. Und leugnen kann man es ja nun nicht: Je mehr Dates man hat, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein supertoller Mensch dabei ist. (Leider ist dieser Blog wohl der ausführliche Beweis dafür, dass diese These nicht zwingend wahr ist.)

4. „Der Richtige“ wird sich gegen die anderen durchsetzen

Auch dieses Argument mag ich eigentlich nicht. Ist das überhaupt ein Argument pro Parallel-Dating? Eigentlich ist es mit keinem potentiellen Vorteil für mich selbst verbunden. An der Annahme selbst ist natürlich trotzdem was dran: Wenn es wirklich passt mit jemanden, wird man das wohl mit und ohne weitere Dates feststellen.

5. Man kann den anderen noch nicht einschätzen

Yeah… doch noch einen guten Grund gefunden. Dabei hab ich an meine zwei größten Tinder-Fails gedacht: Nr. 27, dessen Hochzeitsanzeige ich im Netz gefunden habe, und Nr. 55, dessen Verlobte mich nach unserem Date angeschrieben hat. Für beide Fälle gilt: Das hätte ich ihnen nicht zugetraut! Und das ist der Punkt, denn nach einigen Dates kann man den anderen einfach noch nicht einschätzen. Nicht mal ansatzweise. Insgesamt ist daher zu einem solch frühen Zeitpunkt noch alles sehr unsicher und vage. Bei einer so unsicheren Nummer gleich exklusiv zu werden, ist schon irgendwie waghalsig.

Warum ich Nr. 58 (noch) nicht exklusiv date

Bei den insgesamt doch eher schlechten Argumenten pro Parallel-Dating erstaunt es mich fast selbst, dass ich nun dennoch weitere Dates haben will. Obwohl ich Nr. 58 mag und wir uns prinzipiell so nahe gekommen sind, dass ich meinem bisherigen Verhalten folgend, nur noch ihn getroffen hätte. Nun hatte ich aber zuletzt zwei negative Erfahrungen mit Exklusivität: Sowohl bei Nr. 43 als auch bei Nr. 50 habe ich aufgrund eines aktualisierten Tinder-Profils festgestellt, dass sie weiterhin getindert haben, obwohl ich zu diesem Zeitpunkt intuitiv keine anderen mehr getroffen und auch nicht mehr gewischt habe. Nun ja… den meisten Lesern dürfte der Ausgang der Geschichten bekannt sein. Er war beide Male nicht schön für mich. War die Profil-Aktualisierung vielleicht schon ein Vorbote? Ein Warnsignal, das ich ignoriert habe? Vielleicht! Ich hab keine Ahnung!

Nun zu Nr. 58: Den habe ich am letzten Sonntag den halben Tag gekuschelt, habe ihn bei seinem schlimmen Kater liebevoll umsorgt, ihn küssend an meiner Tür verabschiedet. Und – ihr ahnt es vielleicht schon – am Montag optimiert er erstmal sein Tinder-Profil. Same old story inzwischen. Das Gefühl kommt mir eigenartig bekannt vor. Fällt diesmal aber deutlich erträglicher aus. Man stumpft vielleicht etwas ab? Resigniert?

Die beiden Änderungen an seinem Profil selbst überraschen mich hingegen absolut nicht, denn die sind wohl die Konsequenz aus dem Gespräch über Tinder-Profile, dass wir mit dem Kumpel am letzen Samstag hatten. Sein Kumpel und ich waren uns einig, dass Fotos mit Kindern kontraproduktiv sind. Das Foto mit 58 und seiner Nichte ist daraufhin am Montag verschwunden. Den Text hat er auch geändert. Aus seinem neuen Text kann ich meine eigenen Worte vom Gespräch am Samstag direkt ein bisschen heraushören:

Auf der Suche nach coolen Menschen und ner guten Zeit. Den Rest regelt Frau Holle.

Gut, das mit der Frau Holle ist von ihm, aber der Rest bzw. die Einstellung dahinter kommt mir sehr bekannt vor. Sind diese Änderungen anders zu bewerten, weil sie aus einem Gespräch mit dem Kumpel und mir entstanden sind? Ein bisschen vielleicht, ich weiß nicht. Aber das, was im ersten Moment schon weh tut, das bleibt: Am Tag nachdem er mit mir zusammen war, arbeitet er an der Erzielung neuer Matches und dem Kennenlernen neuer Frauen. Mir hat er bis dahin übrigens noch nicht wieder geschrieben. Aber sein Profil hat er optimiert. Neue Matches haben also offensichtlich höhere Priorität als mir eine Nachricht zu schreiben.

Ich weiß ja selber, dass ich dem Ganzen eine viel zu hohe Bedeutung beimesse. Und ja, wahrscheinlich ist es ziemlich sinnloser Weiber-Kram überhaupt auf so nen Quatsch zu achten. Aber dennoch: Wer sein Profil ändert, der ist aktiv am Tindern, das ist doch nur logisch. Und irgenwie müsste doch jedem klar sein, dass dies die Message ist, die man mit einer Änderung an seinem Profil an den anderen sendet. Ok, vermutlich ist das ein total weiblicher Gedankengang und noch niemals hat ein Mann auch nur einen Gedanken an diese Sichtweise verschwendet.

Ich sehe also die Profiländerung von Nr. 58. Doch während mich das bei Nr. 43 sehr verletzt hat (vor allem, weil er mich mit seinem ach so ernsthaften Gequatsche in die Irre geführt hat), so frage ich mich so langsam doch eher, ob ich hier nicht selbst den Einstellungsfehler habe. Vielleicht ist der Zeitpunkt für Exklusivität einfach noch nicht erreicht. Vielleicht teilt Nr. 58 im Großen und Ganzen sogar meine Einstellung in der Sache (so würde ich ihn zumindest einschätzen), aber er nimmt das Timing anders wahr. Es ist mir absolut bewusst, dass dies total subjektiv ist. Und eigentlich ist es wirklich nicht verletzend oder dramatisch, wenn dieser Punkt aus seiner Sicht noch nicht erreicht ist. Ich habe keinen Grund, deswegen beleidigt zu sein. Und ich bin es in diesem Fall auch nicht. (Dass es mir einen kurzen Stich versetzt, ist ein anderes Thema.) Doch ich beschließe, dies für mich dann auch so zu übernehmen: Die Zeit ist noch nicht reif für Exklusiv-Dating mit Nr. 58. Und daher handhabe ich das jetzt mal anders. Ja, ich finde Nr. 58 gut. Aber trotzdem wische ich letzte Woche mal wieder fleißig los.

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50 Gedanken zu “Mehrere (Tinder-)Dates parallel treffen: Was für paralleles Daten spricht

  1. Überlege mal, wie viele Menschen aus reiner Gewohnheit in ihren Beziehungen sind, ohne wirklich glücklich zu sein (dein letztes Beziehungsjahr mit deinem Ex vielleicht auch?). Die einfach nur einen Partner haben, um nicht allein zu sein. DAS ist für mich beliebig. Den besten Partner für sich selbst finden zu wollen, halte ich hingegen für das oberste Ziel, das jeder für sich verfolgen sollte. Egal welche Mittel es dafür benötigt.

    Ich würde noch „Abwechslung beim Sex macht Spaß“ ergänzen. Unter „Man kann den anderen noch nicht einschätzen“ fallen übrigens auch #43 und #50, weil du bei beiden nicht wissen konntest, wie ernst sie es nun wirklich meinen. In dem Sinne gefällt mir dein jetziges Umdenken bei #58 richtig gut!

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    • „Abwechslung beim Sex macht Spaß“ würde hier für mich persönlich nicht dazu gehören, weil mit mehreren Männern sexuell zu verkehren für mich nicht unbedingt eine attraktive Option darstellt. Auch wenn ich hier von Parallel-Dating schreibe, würde das nie mit einbeziehen, mit allen dann auch zu schlafen. In der Anfangszeit bei Tinder war das anders. Aber da hatte ich auch mehr definiert unverbindliche Sachen. So oder so: Ist eine sehr persönliche Frage, für mich würde das hier nicht rein gehören. 😉

      27 und 55 habe ich hier deswegen als Beispiele gewählt, weil die extreme Fehleinschätzung gut aufzeigt, wie sehr man daneben liegen kann. Bei 43 oder 50 war das ja lange nicht so krass und eindeutig.

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      • „In der Anfangszeit bei Tinder war das anders.“

        Sehe ich an dem Link zum „Was suchst du?“-Artikel. Wenn ich du wäre, würde ich in meiner „Vermarktung“ nach außen da nach aktuellem Stand was anpassen. Ich schreibe dir die Tage per Mail meine Gedanken, muss gerade noch meine MA durchpowern.

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  2. Zu Punkt 3: Bei „Chancenmaximierung“ würde ich dir zustimmen. Allerdings hängt der Erfolg von der Eintrittswahrscheinlichkeit ein. Da die statistisch gesehen relativ klein ist, musst du den Erwartungswert für eine Beziehung über Tinder als sehr klein einschätzen – unabhängig, wie viele Dates du hast. Wie beim Lotto eben. Es springt höchstens mal ein Dreier raus 😉 . Um die Frage vorwegzunehmen, wieso ich die Eintrittswahrscheinlichkeit für klein halten, hier die Antwort. Sonst würde Tinder nicht funktionieren. Bei so vielen Matches untereinander müssten die „festen Beziehungen“ bei hoher Eintrittswahrscheinlichkeit nur so sprießen. Dies ist nicht der Fall, also ist entweder die Herangehensweise auf der Plattform falsch oder die Plattform ist nicht die Richtige. Ein perfekte Beziehungsfinderplattform ist mathematisch gesehen ein instabiles Gleichgewicht. Sie würde nach kurzes Zeit mangels Teilnehmer nicht mehr funktionieren.
    Ich empfehle auch nochmal den nachfolgenden Artikel von (meinem Idol) Moritz Kirchner zu lesen, aus dem dieses Zitat stammt: „Tinder generiert, quasi automatisch, den perfekten Konsumenten für den Beziehungsmarkt. Hierzu stellt es nicht nur die technischen Mittel bereit, sondern es legt einem auch genau dies nahe. Die beschleunigte Technik führt zur kulturellen Affirmation der durch sie generierten Möglichkeiten (Rosa: 2005). Im Ergebnis entsteht eine vulgärhedonistische und humankonsumistische Ideologie, welche Menschen primär als Mittel der eigenen (teils im Wortsinne) Bedürfnisbefriedigung betrachtet.“

    http://blog.juleblogt.de/gastbeitrag-tinder-und-kapitalismus/

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    • Da stimme ich dir zu… Das Argument mit der Chancenmaximierung hat mich auch nur so halb überzeugt. Insbesondere wenn ich mir meinen bisherigen Verlauf so vor Augen führe, erscheint mir dieses Argument auch nur als sehr bedingt tragfähig.

      Den Artikel kannte ich schon, der ist wirklich spannend! (Hab den Link mal direkt auf den Beitrag angepasst.)

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  3. ramses1957 schreibt:

    „Am Tag nachdem er mit mir zusammen war, arbeitet er an der Erzielung neuer Matches und dem Kennenlernen neuer Frauen.“ Und ohne es wirklich zu wissen, oder es zu hinterfragen („Mir hat er bis dahin übrigens noch nicht wieder geschrieben.“ Du kannst nicht schreiben? ) kannst du natürlich nicht nachstehen und arbeitest sofort auch an der Erzielung neuer Matches und dem Kennenlernen neuer Männer.
    Ja, es ist sicher kein gutes Zeichen, dass er sein Profil geändert / angepasst hat, aber gleiches mit gleichem vergelten ist in Ordnung?
    Irgendwie tut ihr mir leid, ihr Tinder-Süchtigen dieser Welt. 58 Männer in eineinviertel Jahren. Der Mensch hinter der Zahl wird beliebig, austauschbar eben. Handy bei Ebay, Schuhe und Klamotten bei Amazon, „Freunde“ bei Facebook, „Partner“ bei Tinder! Alles mit Umtauschgarantie natürlich! Oh, gefällt doch nicht? Macht nichts, suchen Sie sich doch was anderes aus unserem Sortiment aus!

    Eines überseht ihr hierbei jedoch: Wie bei den Kindern reicher Eltern, die immer das neueste Spielzeug haben können und auch bekommen, wird der Zeitraum, im dem eben dieses Spielzeug immer schneller langweilig wird, immer kürzer. Warum das Spielzeug achtsam behandeln? Wenn es Kratzer hat oder kleine Fehler – weg damit, es gibt schließlich Toys-are-us. Mühe geben mit meinem Gegenüber? Kleine Fehler verzeihen und für die eigenen um Verzeihung bitten? Ach was, mal sehen, was uns heute das Menü bietet. Tinder, es lebe hoch!

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    • Wenn du die Historie liest, wirst du erkennen, dass die von dir angesprochenen Punkte durchaus berücksichtigt werden. Das Sich-Hinterfragen, ja, dass Sich-Schlecht-Fühlen für den Misserfolg, dass Wieder-aufstehen und Weitermachen. Verstehe mich nicht falsch, die unterschwellige Aussage kann ich durchaus nachvollziehen. Die wertende Komponente passt da einfach nicht rein. Vielmehr macht es denn Anschein, dass da irgendwo Frust ist, den du auf die Autorin projizierst.

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    • Danke erstmal für deinen Kommentar. Es ist immer gut, auch mal wieder die Absurdität mancher Dinge vor Augen geführt zu bekommen.

      Worin ich dir zustimme: Natürlich ist es prinzipiell ein ziemlich kindisch-trotziges Verhalten, auf seine Tinder-Änderung ebenfalls mit der Tinder-Keule zurückzuschlagen. Ich hab dafür auch keine vernünftige Ausrede außer dass man manchmal rational unsinnige Dinge tut, wenn man verletzt ist.

      Worin ich dir auch zustimme und was ich oben selbst beschrieben habe: Die Online-Shopping-Mentalität bei Tinder finde ich nicht gut. Wie der obige Beiträge (und viele andere) zeigt mache ich mir über diese Dinge auch immer wieder Gedanken. Es ist relativ einfach, dies von außen gesellschaftlich zu betrachten und zu verurteilen, schwierig hingegen, die richtigen Schlüsse für das persönliche Leben zu ziehen. Mir zumindest ist das noch nicht gelungen. Was wäre denn die beste Konsequenz für mein eigenes Leben? Nr. 58 auf Teufel komm raus behalten wollen? Tinder deinstallieren? Keine Dates mehr haben? Den nächstbesten nehmen, der mich auf der Straße anspricht? Ganz ehrlich: Ich denke nicht, dass dies eine Lösung wäre für irgendwen oder irgendwas. Aber wenn irgendjemand eine passable Lösung kennt: Immer her damit! 😉

      P.S.: Natürlich kann ich ihm auch von mir aus schreiben und habe es kurz nach der oben beschriebenen Situation getan. Mit dem zitierten Satz wollte ich lediglich herausstellen, dass eben das Tindern höhere Priorität zu haben schien als ich. Und nicht dass es wirklich eine Rolle spielen würde, aber es sind ca. 1,75 Jahre. Ergibt ca. 3 Kennenlernen pro Monat. Bloß der Vollständigkeit halber. 😉

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        • ramses1957 schreibt:

          Hallo lostindating1,
          Es war nicht meine Absicht, anmaßend und herablassend zu sein. Wenn das so rüber kam, bitte ich dafür um Entschuldigung! Vielleicht wird meine Intension etwas klarer, wenn du meine Antwort zu tinderundsowas‘ Kommentar liest. Das aber auch du nicht immer ganz frei von Selbstzweifeln bist / warst, zeigt mir eigentlich der von dir gewählte Nickname, denn wer sich in Datings „verliert“ hat ja sein eigentliches Ziel auch noch nicht erreicht, oder?
          Ich wünsch dir, tinderundsowas und allen anderen, die ihr danach sucht, einen Partner zu finden, der zu euch passt und den ihr liebt und von dem ihr zurück geliebt werdet!
          „In guten Zeiten Händchen halten ist leicht. In schlechten Zeiten nicht mehr loszulassen, das ist es was wirklich zählt!“

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          • Danke Dir für die Ergänzung und Deine guten Wünsche, Ramses! Es ist vielleicht nicht leicht nachzuvollziehen, was wir bei Tinder so alles mitmachen, wenn man es selbst nicht erlebt ;).
            Und es urteilt sich vielleicht auch leichter, wenn man „auf der anderen Seite“ in einer guten und stabilen Beziehung ist, das weiß ich aus eigener Erfahrung 😉

            Ich glaube nicht daran, dass Liebe und Beziehung ein Ziel ist, das erreicht werden kann indem man sich fleißig dahinter klemmt. Ich glaube noch nicht mal, dass man es mit dem eigenen Verhalten mitsteuern kann. Letztlich ist es Zufall, Schicksal, glückliche Fügung wer sich wann mit wem zusammen findet. Was Tinder und andere Portale nicht können, ist die Anziehung, Nähe und auch Faszination zu einem Menschen herzustellen. Tinder ermöglicht lediglich die erste Begegnung, alles andere ergibt sich oder muss sich aufbauen und das ist deutlich leichter finde ich wenn man einen Menschen in seiner „natürlichen Umgebung“ kennenlernt und dort auch ungeplant immer wieder trifft. Wenn es bei Tinder klappen soll, wird zu Beginn schon eine gewisse Verbindlichkeit eingefordert, da man ja sonst gar nicht die Chance hat, sich dem anderen unverbindlich anzunähern durch dieses künstliche Kennenlernen. Daher muss es bei Tinder schnell zünden oder gar nicht. Das erklärt vielleicht, warum wir so „erfolglos“ sind.

            Aber was ist die Alternative? Ich halte ja trotzdem noch im wahren Leben die Augen auf. Ich lerne bei der Arbeit z.B. Immer wieder Männer kennen, die ich erst anziehend finde (leider meist verheiratet und insofern für mich tabu), wenn ich eine Zeit lang mit Ihnen zu tun hatte. Manche hätte ich bei Tinder vielleicht gar nicht geliked. Andersrum habe ich Männern bei Tinder eine Chance gegeben, die ich offline gar nicht beachtet hätte.

            Ich glaube nicht, dass früher alles besser war, weil man weniger Auswahl hatte. Es war nur anders. Man darf nicht vergessen, dass früher viele Paare aus gesellschaftlichen oder finanziellen Zwängen zusammen geblieben sind, obwohl sie unglücklich miteinander waren. Darunter haben oft auch Kinder gelitten, wenn sie das Unglück der Eltern mit erlebt haben. Meine Oma zum Beispiel wurde fast die ganze Ehe lang von ihrem Mann betrogen (der ganze Stadtteil wusste das) und obwohl sie sogar ein eigenes Einkommen hatte, hat sie stillschweigend gelitten und ihn dann noch fast 10 Jahre als Pflegefall zuhause betreut bis zu seinem Tod. Das ist nicht das romantische „Oma und Opa auf der Parkbank“ Bild, wie man es sich vorstellt. Gerade für Frauen sehe ich es als eine positive Errungenschaft, dass man sich relativ leicht aus Beziehungen lösen kann und ich glaube auch nicht dass Menschen dies leichtfertiger tun. Diese Freiheit und Unabhängigkeit hat aber natürlich auch ihren Preis, wie man an unseren Erlebnissen sehen kann.

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      • ramses1957 schreibt:

        Was mir gefällt, ist deine Art mit auch mal nicht so positiven Kommentaren wertschätzend umzugehen!
        In der Tat zielte mein Kommentar eher darauf ab, dir manches mal (wieder…) aus einer anderen Sicht vor Augen zu führen, als dich zu beleidigen oder zu verletzen. Ich vermute deinem Kommentar nach zu urteilen, ist es so auch bei dir angekommen.
        Die Frage nach der Konsequenz für dein eigenes Leben kannst natürlich nur du alleine beantworten. Wenn es so für dich passt, dann mach so weiter wie bisher. Du bist erwachsen und somit keinem anderen als dir selbst verantwortlich. Naja…und natürlich ein Stück weit den Menschen, mit denen du verkehrst – online und im richtigen Leben.
        Ich gehöre eher der Generation deiner Eltern an (vermute ich mal…) und beurteile daher sicher aus meinem Blickwinkel manches anders, als du und deine Generation. 3 Kennenlernen waren in meiner Jugend eher die „Ausbeute“ eines Jahres als die eines Monats. Die Frage die sich mir dabei stellt: War das für uns eher Chance oder Verlust? Ich weiß es nicht. Ich habe meine Freundinnen / Partnerinnen damals „konventionell“ kennengelernt. Vielleicht aufgrund des geringeren „Angebots“ hat man eine längere Zeit zusammen verbracht und sich eventuell dadurch besser kennengelernt. Aus dieser Sicht wünsche ich dir und deiner Generation etwas Entschleunigung.
        Und was wäre gewesen, hätte es Tinder & Co schon „zu meiner Zeit“ gegeben? Hätte ich mich anders verhalten als du und andere, die heute mit elektronischen Plattformen wie Tinder versuchen, ihr Glück oder auch nur ein schnelles Abenteuer zu finden? Ich habe mir diese Frage gestellt und ich bin ehrlich genug dir und mir selbst gegenüber: Ich weiß es nicht!

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        • Ja, das ist richtig angekommen. 😉 Bei jemandem, der meinen Blog offensichtlich regelmäßig verfolgt, gehe ich erstmal sowieso davon aus, dass er mir grundsätzlich wohlgesonnen ist und mich daher mit einem Kommentar nicht beleidigen will, sondern mir einen anderen Denkansatz aufzeigen will. Und das wertschätze ich in jedem Fall!

          Genau die Fragen, die du hier anschneidest, habe ich mir übrigens auch schon gestellt. Ich hab sogar schon mal einen Beitrag angefangen namens „Kennenlernen gestern und heute“. Ich muss den echt mal fertig schreiben und veröffentlichen. Wäre sicher spannend, was du dazu denkst.
          Und deine Einschätzung finde ich tatsächlich sehr ehrlich. Zu behaupten, dass du das natürlich alles gaaaanz anders gemacht hättest als wir in der „Generation Tinder“ wäre eine sehr dreiste Behauptung. Ich denke, dass es schwierig zu beurteilen ist von außen. Wäre ich selbst vor meiner Zeit bei Tinder auf den Blog von der komischen Frau mit den vielen Dates gestoßen, wäre mein Urteil über sie vermutlich auch nicht gut ausgefallen. Aber wenn man selber drin steckt, ist vieles nochmal ganz anders.

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  4. Ich finde gar nicht, dass das nur ein weiblicher Gedankengang ist. Ihr habt so viel Zeit vorher verbracht, dass er nicht mehr aktiv tindern sollte. Wenn man anfängt jemanden zu Daten und was ernsteres oder länger anhaltendes draus werden soll, dann sollte man sich auch nur auf die eine Person konzentrieren. Deshalb, finde ich, zeigt das eher, dass er doch nicht soo viel Interesse an dir hat, sondern du halt eine von vielen matches bist :/
    Und das Gefühl sollte man keinem geben, es sei denn, es ist von vorne herein klar, dass es sowieso nur eine ganz lockere Sache wird.

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  5. Ich finde nicht, dass Du dem zu hohe Bedeutung beimisst und es ist auch kein sinnloser Weiberkram. Natürlich macht man sich Gedanken über das Verhalten seines Gegenübers und setzt mit seinem eigenen Verhalten auch gewisse Signale, dessen sollte sich jeder bewusst sein. Das Signal der Profiländerung ist eindeutig, zudem hat er Dir ja auch schon ins Gesicht gesagt, dass er ein weiteres Date vereinbart hatte nach Eurem Treffen.

    Es gibt kein Schema F, wie man handeln sollte oder müsste, und es gibt immer Argumente dafür oder dagegen. Jeder Fall ist anders. Letztlich entscheidend ist, was sich für einen selbst richtig anfühlt und dafür ist auch ausschlaggebend, was der andere für Signale setzt. Bei 58 finde ich es nur vernünftig, dass Du weiter andere datest, nichts an seinem Verhalten deutet darauf hin, dass er Dich ernsthaft besser kennenlernen will und nur Du in seinem Fokus stehst. Bei 50 fand ich es ebenfalls vernünftig, nicht weiter zu daten. Das war nicht absehbar, dass es so endet und ihr beide habt es aufrichtig versucht (Du zumindest). Dass nichts draus geworden ist, dafür kann keiner was und mit parallelem Daten verzögert man in so einem Fall auch einen positiven Ausgang.

    Jeder muss für sich wissen, was für ihn besser funktioniert und besser zu ihm passt.
    Die Grundeinstellung und Motivation ist jedoch denke ich auch ausschlaggebend. Ist jemand wirklich offen für etwas „Ernstes“ oder will er das definitiv nicht für sich. Manche Menschen wollen gar nicht, dass Gefühle aufkommen und möchten sich zu gar nichts verpflichtet wissen. Für diese ist demonstratives paralleles Dating natürlich auch eine Möglichkeit, sich zu viel „Ernsthaftigkeit“ vom Leib zu halten.

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    • „[…] nichts an seinem Verhalten deutet darauf hin, dass er Dich ernsthaft besser kennenlernen will […]“

      Wäre ich #58, wäre ich richtig pissig, wenn ich so eine Unterstellung lesen müsste. Okay, ich bin’s auch so schon, weil ich mich mit seinem Stil teilweise identifizieren kann. Der verbringt zwei 24-Stunden-Dates mit ihr und vögelt sie nicht mal! Aber klar, null Interesse am ernsthaften Kennenlernen hat er. HILFE!!!

      Manche Typen muss man halt auch erst mit der Zeit einfangen, weil sie (verständlicherweise) keinen Zwang verspüren, sich immerzu gleich festlegen zu müssen. Weil sie keinen übertriebenen Drang nach SICHERHEIT verspüren, so wie man es bei vielen von euch Bloggerinnen immer wieder herauslesen kann. Das muss umgekehrt dann nicht gleichbedeutend mit einer Bindungsphobie sein. Ich weiß natürlich nicht, wie es bei ihm ist. Bisher finde ich den Kerl aber zumindest aufrichtig und prima. Und das bleibt hoffentlich auch so, egal was hier draus wird.

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      • Ich hab doch nicht gesagt, dass er nicht aufrichtig ist. Das ist nicht der Punkt. Zwei 24h Dates in Kombination mit dem Rest heißen lediglich dass er ne gute Zeit mit ihr hat, wenn es sich ergibt, aber eben auch gute Zeiten mit anderen Mädels aktiv sucht. Was absolut okay ist, da er keinen Hehl draus macht. Und dass jetzt dabei kein Geschlechtsverkehr vollzogen wird und nur Petting stattfindet, könnte ebenfalls als Indiz dafür gedeutet werden, dass er sie auf Abstand hält. Warum sollte ausgerechnet das als positives Signal verstanden werden? Leben wir im 18. Jahrhundert? Es kann viele Gründe haben, warum er nicht bumsen will. Vielleicht kriegt er gerade keinen hoch? Vielleicht hat er ne Infektion an seinem Pimmel? Was weiß ich.

        Zu Deinem letzten Absatz: „sich immerzu gleich festlegen“ —> wenn ein Typ nicht mal ca. alle drei Tage ne Nachricht an mich gebacken kriegen will bzw. aufgrund übertriebenem Drang nach FREIHEIT noch nichtmal ganz grob das nächste Date angepeilt werden kann, steht er wohl nicht so sehr auf mich oder ist vielleicht insgesamt aktuell eher bindungsunwillig oder zumindest unwillig mit mir das nächste Date zu planen (nicht zu verwechseln mit bindungsunfähig oder bindungsängstlich). Den Wunsch nach so viel verbindlicher Kommunikation, dass ich weiß ob noch ein Treffen stattfindet oder nicht, halte ich nicht für übertrieben. (Wir erinnern uns an 50: sich erst kurz vorher verabreden, weil wer weiß ob man spontan Lust hat oder sich nicht doch was besseres ergibt und TuS sitzt währeddessen da und macht sich Gedanken.) Ich für meinen Teil habe auch keine Lust jemanden „einzufangen“ bzw. so ein Hü und Hott Spielchen mitzumachen, zumindest nicht wenn ich ihn richtig toll und anziehend finde. Wenn er aktuell nur ein netter Zeitvertreib ist, solange bis ich was „Besseres“ gefunden habe, klar, warum nicht?

        Ist Dein Stil beim Daten denn immer so wie bei 58 wenn Du Dich mit ihm so sehr identifizieren kannst oder gibt es eine gewisse Flexibilität, je nachdem wen Du triffst? Wie gehst Du vor, wenn Du eine Frau kennenlernst, die Dich flasht?

        Das mit dem übertriebenen Drang nach Sicherheit, ich weiß nicht, ob Du mich damit meinst, mir geht es lediglich um eine gewisse Verbindlichkeit in der Kommunikation und ein grundsätzliches Interesse, das spürbar sein muss. Und ich habe viele Männer getroffen, die das so „erfüllt“

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        • Dich hatte ich beim Thema Sicherheit in der Tat nicht gemeint. ^^ Ich finde seine Kommunikation recht entspannt. Ich chatte auch nicht gern und melde mich per Text eher nur, um Datelogistik zu klären (womit dann eben auch mal ein paar Tage ohne Kontakt vergehen können) – das scheint bei ihm recht verbindlich zu klappen. Ansonsten kann ich den Sex-Move auch noch nicht ganz einordnen. Es erschien mir einfach am naheliegendsten, dass er der Sache etwas mehr Bedeutung verleihen will.

          „Wir erinnern uns an 50: sich erst kurz vorher verabreden, weil wer weiß ob man spontan Lust hat oder sich nicht doch was besseres ergibt und TuS sitzt währeddessen da und macht sich Gedanken.“
          Das war ja ihr Problem. 😉 Keiner hat sie gezwungen, sich auf ihn zu fixieren, gerade bei den berechtigten Zweifeln. Vor allem du hattest da ein gutes Gespür, wenn ich mich erinnere.

          Um mal einen Bezug zur Überschrift des Artikels zu wählen: Typen wie er sind m.M.n. ein guter Grund zum Paralleldaten. Denn die haben Potenzial. Aber man weiß nicht wirklich, was draus werden könnte. Weil sie selbst es vielleicht auch nicht wissen und da einfach locker sind – anstatt es nur zu behaupten (so wie heutzutage gefühlt jeder). Auf solche würde ich mich sicher nicht fixieren, aber sie eben auch nicht vorschnell aufgeben. Also wenn man das emotional so entspannt geregelt bekommt.

          „Wie gehst Du vor, wenn Du eine Frau kennenlernst, die Dich flasht?“
          Ich genieße es emotional, handle aber in den ersten Wochen nicht überstürzt, weil ich das a) rational selbst gut so finde und ich b) Frauen ganz am Anfang auch eher schlecht einschätzen kann. Was nicht schlimm ist, denn wenn sie was von einem wollen, reden sie schon darüber. Wenn auch gern kryptisch. Was dann nicht so gut ist.

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          • Ich bin auch kein großer Chatter, mir geht das eher auf die Nerven, wenn jemand ständig in Kontakt bleiben will ohne dass es wirklich was zu sagen gibt. Verbindlichkeit in der Datelogistik ist mir jedoch sehr wichtig, da ich ein bisschen planen will. Und da erwarte ich von Dates, Fuck-Buddies und Freunden gleichermaßen, dass sie klare Ansagen machen. Im Zweifel frage ich nach. Eine klare Ansage heißt nicht, dass man sich festlegen muss, aber dann soll die Ungewissheit klar kommuniziert werden mit Angabe, wann und ob man mehr dazu sagen kann/will z.B. „lass uns vielleicht was machen am Sonntag, mag mich jedoch heute noch nicht festlegen, da … ich gebe Dir dannunddann Bescheid“. Dann kann ich entscheiden, ob das ok für mich ist oder auch einplanen, dass ich umdisponieren muss. Natürlich zwingt mich bzw. TuS keiner, mich zu fixieren, aber wenn man jemanden toll findet und weiß, dass der nur am WE verfügbar ist, dann sitzt man eben auf Kohlen und kann es nicht so locker sehen, da man ja hofft, dass ein Wiedersehen klappt. Andersrum ist auch anzunehmen, wenn es dem anderen wichtig wäre, würde er ebenfalls versuchen ein Treffen verbindlich festzuhalten. Und da hasse ich es, so in der Luft hängen gelassen zu werden und interpretiere natürlich die Unverbindlichkeit des anderen als mangelndes Interesse. Weißt Du wie ich meine? Wenn mir jemand egal ist, dann vergesse ich das und mach mein Ding, wenn er sich dann meldet und treffen will, ist das eben eine weitere Option unter vielen. In dem Fall kann ich das locker sehen und es macht mir nichts aus, wobei es mich langfristig wenn sich das häuft auch nerven würde. Dann komme ich mir vor wie ein Spielball, der hin und her geschubst wird, wie es gerade spontan passt. Siehe mein Kiffer, dessen Kommunikationsverhalten fand ich mega beschissen (und trotzdem bin ich ihm nachgelaufen :/) Verstehst Du meinen Punkt?

            Der Typ klingt sehr entspannt und lustig und ist sicher ein guter Kumpeln zum Feiern und Kuscheln! Ich habe überhaupt nichts gegen ihn, und es kann sich in alle Richtungen entwickeln, es ist ja immer nur Spekulation was wir hier betreiben, Gehirnwichsen sozusagen.

            Es ist halt nur immer ein (unnötiger) emotionaler Stress, wenn man selbst weniger locker ist/sein kann als der andere, da man sich mehr erhofft/erwartet und die Gedanken kreisen dann einfach, das hat man nur begrenzt unter Kontrolle. Und ich weiß es sehr zu schätzen, wenn mich ein Mann nicht diesem Stress aussetzt. hier bei 58 ist TuS nicht gestresst, auch weil er fair ist und klar zeigt, dass sie im Moment nicht the one and only ist, aber bei 50 war es so. Und ich frage mich dann schon „was für ein Gefühl gibt mir dieser Mann?“, und wenn ich merke, dass er spielt, mich hinhält, mich sein Verhalten verunsichert, dann heißt das meist nichts Gutes. Meiner Erfahrung nach, wenn Männer mich wirklich „wollten“, dann lief es einfach und ich hatte nie ein schlechtes Gefühl und wurde hingehalten o.ä. Da war dann vielleicht zwischendurch eine Woche lang kein Kontakt, man hat sich noch gar nichts versprochen usw. aber die Kommunikation lief smooth, z.B. Indem das nächste Treffen schon halbwegs fix war und wurde rechtzeitig vorher bestätigt usw. Klar muss man sich ein bisschen auch dem anderen anpassen und nicht jeder hat die gleiche Art und das gleiche Verständnis wie die Kommunikation laufen sollte, aber wenn beide wollen, kommt man zusammen und gleicht sich an.

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        • P.S.: Ich vergaß zu erwähnen, dass seine Freunde sein Kommunikationsverhalten ebenfalls eigenwillig finden. Es muss also nicht viel zu bedeuten haben. Meistens hätte es das sicher, da stimme ich dir zu, aber es gibt eben immer auch Ausnahmen.

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          • Ich glaube, wir müssen mal den Kommunikationsknigge für die Generation Tinder schreiben. Es gibt ja so viele unterschiedliche Vorstellungen, wie die ablaufen müsste. Wozu sind wir schließlich Deutsche, wenn nicht, dafür verbindliche Regeln schriftlich aufzustellen.

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            • Jaaa… so einen Kommunikationsknigge für Tinder hätte ich bitte auch gerne. Man (also ich) neigt ja immer so schnell dazu, das eigene Vorgehen für das einzig richtige zu halten und unterstellt allen, die anders vorgehen, zweifelhafte Dinge.

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  6. Tinder ist an sich schon auf Oberflächlichkeit ausgelegt. Wer unverbindlichen Spaß sucht, ist dort sicher richtig. Wer auf der Suche nach einer ernsthaften Beziehung ist, definitiv nicht. Wenn nach 58 Dates (Soviele hatte ich in meinem ganze Leben noch nicht, aber dafür mehrere lange Beziehungen.) noch nicht der Richtige dabei war, ist das ausserdem ein eindeutiges Zeichen dafür, dass man irgendetwas falsch macht und die Strategie überdenken sollte. Dazu fällt mir immer das unbelegte Einstein-Zitat ein:“Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“. Vielleicht statt Tinder mal OKCupid versuchen. Ich weiss von mehreren glücklichen Beziehungen, die dort angebahnt wurden. Viele Grüße!

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        • Kommt drauf an. Wenn sie den Grundsatz „Ich lerne gern die verschiedensten Menschen face-to-face kennen“ wirklich so vertritt, dann braucht sie auch keine Vorselektion. Das dann alles „Date“ zu nennen, kann natürlich zu schlechten Statistiken führen. Aber die würde ich zumindest in dem eben genannten Kontext anders bewerten.

          Im Durchschnitt (!) sind es die Menschen dort aber definitiv. Deshalb sollte sie sich da einfach keine zu große Auswahl erhoffen (gerade in Kombination mit ihrem Wohnort).

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          • Ja, das tut sie. Und nein, sie will keine Vorselektion machen. 😉 Die wenigen Dates, die ich wirklich als Zeitverschwendung empfunden habe, hätte ich sowieso nicht vorselektieren können. Also ich wüsste nicht durch was, denn das waren immer „weiche Faktoren“, die man im Chat nicht hätte erkennen können. Du hast natürlich recht, manches verdient vielleicht nicht die Bezeichnung „Date“. Aber wer hier mitliest, weiß ja in der Regel, wie ich vorgehe, und weiß daher auch die Zahl einzuschätzen.

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  7. Rebae schreibt:

    Ich revidiere meine Meinung. Er ist nicht verliebt, aber genießt die Zeit dennoch mit dir. Es liegt wieder einmal daran, dass du dir keine Zeit für das Kennenlernen nimmst und immer gleich die Sexschiene fährst. Da bist du nicht mehr exklusiv für den Mann. Warst ja ziemlich schnell zu haben. 😉 Und er hat ja eindeutig zu verstehen gegeben, dass er auch warten kann.

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    • Selbst wenn dem so wäre, bliebe es ein toxisches Mindset: Slutshamer sortieren nicht die Frau aus – nein, sie sortieren sich selbst aus, weil sie Idioten sind. 😉

      Ich würde zu gern einmal wissen, wie gut du aussiehst und wie gut die Kerle, bei denen dir das nach Sex beim 2.-4. Date immer passiert ist. ^^

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      • Rebae schreibt:

        @starks: das ist mir in der Tat öfters passiert. Und bei meiner letzten langjährigen Beziehung gab es den ersten Sex nicht so früh und ich war 5 Jahre mit diesem Mann zusammen! Männer wollen keine Frauen für eine Beziehung, die schnell mit jmd. in die Kiste steigen. Meine Erfahrung.

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        • Es bleibt rein spekulativ, dass es mit jeweils umgekehrter Strategie genau andersherum gelaufen wäre. Und wenn ja, wärst du dir wahrscheinlich selbst doof bei dem Gedanken vorgekommen, auf welch kleingeistige Männer du da scharf warst. 😉

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