Tinder-Date Nr. 50, Teil 5: Bauchgefühl vs. Paranoia. Oder: Lektion gelernt.

Gedankenchaos wegen Nr. 50. Und wegen verknallt. Er war letzte Woche noch im Urlaub, bis Freitag. Am Donnerstag frage ich ihn, wann wir uns wiedersehen. Er schlägt Sonntag vor, klingt aber relativ vage. Details machen wir noch keine aus. Über die Auswahl des Sonntags bin ich gleich nicht so glücklich. Aber nun gut. Am Samstag gegen Abend fragt er, ob ich spontan mit ihm Laufen gehen möchte. Ich bin mit Freunden im Biergarten verabredet und muss in Kürze los. Dem Drang, für ihn alles stehen und liegen zu lassen, widerstehe ich. Ich schreib also, dass das nicht klappt und frage ob Sonntag steht. Er antwortet: „Eventuell Abends erst. Melde mich“. Keinen Ton mehr. Und da bist du wieder, liebes Bauchgefühl. Er hat kein Interesse. Denke ich. Denn mal ehrlich: Freitag hatte er einen ruhigen Abend zu Hause. Samstag war er tagsüber nur faul, schreibt er. Aber Sonntag hat er wenn überhaupt erst abends Zeit mich zu sehen. Reminder: Er wohnt ca. 500 Meter von mir entfernt. Wenn er mich sehen will, sollte das eine überwindbare Distanz sein.

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Kurzmitteilung

Verknallt über Tinder: Herausforderungen von Liebe in der digitalen Welt

Ich bin verknallt! In mein Tinder-Date Nr. 50. Wahrscheinlich war euch das eh schon klar, wenn ihr die letzten Beiträge gelesen habt. Aber ich wollte das der Vollständigkeit halber nochmal festhalten. Knapp zwei Wochen, vier Dates. Er ist ziemlich schnell in mein Leben geschossen und jetzt möchte ich, dass er da auch bleibt. Naja wobei… das klingt jetzt allzu konkret. Eigentlich will ich einfach bloß, dass wir uns weiterhin treffen, uns kennen lernen und in aller Ruhe weitersehen. Aber will er das auch? Wie denkt er über mich? Über uns? Was hofft er, wohin das führt? All das weiß man noch nicht, wenn man verknallt ist, egal ob mit oder ohne Tinder. Über einige Besonderheiten am Verliebstein über Tinder hatte ich schon mal geschrieben als ich grade in Nr. 27 (Arsch!) verschossen war. Dazu hab ich inzwischen einige neue Gedanken und Erkenntnisse, daher will ich das nochmal aufgreifen: Was ist anders am Verliebtsein, wenn man sich über Tinder kennengelernt hat? Mit welchen neuen Herausforderungen haben wir beim Verlieben in unserer digitalen Welt zu kämpfen?

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Statusmitteilung

Tinder-Date Nr. 50, Teil 4: „Ob du getindert bist, hab ich gefragt“

Nur zwei Tage nach unserem dritten Date und unserer phantastischen ersten Nacht treffe ich Nr. 50 schon wieder. Danach wird er nämlich für einige Tage nicht in der Stadt sein und wir wollen uns zuvor nochmal sehen. Es ist Samstag Abend und ich bin davor echt ziemlich nervös. Es kribbelt, wenn ich an ihn und an unsere Nacht denke. Können wir das wohl fortsetzen? Hat es ihm auch so gefallen wie mir? Ich lauf auf den Treffpunkt zu und sehe ihn da schon stehen. Er sieht wieder unverschämt gut aus. Und er lacht mir umwerfend schön entgegen. Ich bin unsicher, wie ich ihn begrüßen soll. Umarmung oder Kuss? Am Schluss umarmen wir uns bloß und laufen los in Richtung Stadt.

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Tinder-Date Nr. 50, Teil 3: „Darf ich dich jetzt eigentlich mal küssen?“

Nach unserem tollen zweiten Date ist Nr. 50 einige Tage nicht in der Stadt. Er sagt mir gleich am Ende des zweiten Dates, wann er zurück kommt und dass er mich danach gerne wiedersehen würde. Diese klare Ansage find ich super, denn so brauche ich mir keine Gedanken zu machen, dass ich nichts von ihm höre. Überhaupt läuft die Kommunikation mit ihm herrlich unkompliziert. Als er zurück in der Stadt ist, schreibt er: „Wollen wir morgen wieder zum Sowieso gehen?“ „Sowieso klingt gut. 19 Uhr?“, antworte ich. Das dritte Date ist also mit grade mal zwei Nachrichten ausgemacht. Dann steh ich am Treffpunkt und er kommt auf mich zu. Ich seh ihn und denk mir, dass er eigentlich viel zu schön ist für mich. Aber es ist richtig toll, ihn wiederzusehen. Zack, er drückt mich innig. Wir laufen in die Stadt zu der Location von unserem ersten Date. Diesmal hat er eine Decke dabei, damit wir’s auf dem Boden bequemer haben. Das ist toll, denn die Decke ist so klein gefaltet, dass wir ganz nah beieinander sitzen müssen. Zufall?

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Tinder-Date Nr. 50, Teil 2: Der kaputte Schirm und ein gutes Gefühl auf dem Friedhof

Nr. 50 sagt mir am Ende des ersten Dates, dass er mich gerne wiedersehen würde. Und das setzen wir gleich drei Tage später, am letzten Samstag, in die Tat um. Er schlägt Mittagessen vor. Ich bin fast ein bisschen enttäuscht, da Dates am Tag meistens distanzierter und kürzer sind. Aber er ist danach für ein paar Tage nicht in der Stadt, also geht es kaum anders. Wir treffen uns vor seinem Haus und laufen zusammen los. Er hat ein indisches Restaurant ausgesucht und einen Tisch reserviert. Auf dem Weg da hin fängt es an zu regnen, ich spanne meinen Regenschirm auf. Zack, er nimmt ihn mir ab und hält ihn diesmal ganz Gentleman für mich. Am Restaurant angekommen will er den Schirm zusammenklappen und macht dabei irgendwas daran kaputt. Auf jeden Fall lässt sich der Schirm nicht mehr zusammenschieben. Wir versuchen zehn Minuten alles mögliche und müssen immer mehr lachen, weil es sicher total dämlich aussieht wie wir zu zweit verzweifelt gegen den Schirm kämpfen. Als es uns irgendwann notdürftig gelingt, gehen wir lachend ins Restaurant.

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Tinder-Date Nr. 50: Nordlichter und Nachtlichter

Das 50. Tinder-Date. Na und, was soll’s? Auch bloß eine Zahl. Nix besonderes eigentlich. Aber irgendwie ist das schon was besonderes für mich. Keine Ahnung wieso. Vielleicht weil ich eh ein Zahlenmensch bin. Ich bin also ein bisschen nervös vor dem Jubiläums-Date. Ganz schön bescheuert! Derjenige, der Nr. 50 wird, der kommt mir vor dem Date auch durchaus besonders vor. Auf seinen Fotos wirkt er wie ein ziemlicher Spaßvogel. Auf jedem Bild zieht er irgendeine lustige Grimasse. Das find ich toll, ich lach doch so gerne. Verdammt attraktiv ist er dazu auch noch. Beim Schreiben ist er ziemlich lässig. Witzigerweise erinnern mich einige seiner Aussagen total an mich selbst. So schreibt er zum Beispiel, dass er sich gerne schnell trifft. Zu langes Schreiben findet er doof, weil ein echtes Gespräch doch so viel mehr Spaß macht als ein anonymer Chat. Meine Worte praktisch! Das Treffen ist dementsprechend schnell ausgemacht und ich freue mich sehr auf ihn.

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Tinder-Date Nr. 47, Teil 3: Warum ich keine Spielchen spiele und die Frage, ob das gut ist

Von Nr. 47 bin ich beim ersten Date sehr begeistert, beim zweiten hingegen eher ernüchtert. Trotzdem haben wir ganz guten Sex. Weil ich Lust drauf habe. Er auch. Sehr. Zwei Tage später sehen wir uns schon wieder. Er schreibt, dass er mich gerne sehen würde. Er hätte zwar nicht so übermäßig viel Zeit, aber vielleicht würde es ja trotzdem kurz klappen. Er würde sich freuen. Er wohnt knapp 10 Gehminuten von mir entfernt, also warum nicht. Ich laufe zu ihm. Er schreibt mir die Adresse, ich war ja noch nie da. Ich klingel und laufe nach oben. Er steht in der halb geöffneten Tür. Er hat ein Shirt an und Boxershorts. Äääh… ok, ich bin dann doch ein wenig überrascht. Wir sehen uns zum dritten Mal und er hält es nicht für nötig, eine Hose anzuziehen? Mir gefällt die Richtung nicht, in die das läuft. Ich komm erstmal rein und er zeigt mir die Wohnung. Er schenkt mir was zu trinken ein und wir setzen uns aufs Sofa. Ich erzähle kurz fünf Minuten von meinem Tag, da fängt er schon das Fummeln an. Ja ok, der ist grade ziemlich rattig. Naja gut, ist ja kein Problem. Ich versteh das. Wir haben also erstmal ganz guten Sex.

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