Statusmitteilung

Tinder-Date Nr. 39, Teil 2: Vielleicht lohnt ein zweiter Blick?

Tatsächlich noch ein zweiter Teil mit dem „Tinder-Analphabeten“ Nr. 39, den ich beim ersten Date zwar als unglaublich nett, aber doch als nicht so wirklich passend empfunden hatte. Der Plan war daher, ihn nur auf freundschaftlicher Basis wiederzusehen. Doch das kam anders und eigentlich kann ich gar nicht so genau sagen, warum. Er schrieb mich erst einige Tage nach unserem Date wieder an. Das überraschte mich, denn beim Date war ich mir recht sicher, dass er mich schon ziemlich gut fand. Außerdem neigen unerfahrene oder schüchterne Männer oft dazu, in ein erstes Date viel zu viel zu interpretieren und einen danach mit Nachrichten nur so zu bombardieren oder direkt die Hochzeit zu planen. Doch er nicht und das war gut. Genauso seine Nachricht, denn die enthielt keinerlei Gesülze. Er fragte einfach nur, ob ich Lust hätte, mit ihm in die Kneipe zu gehen, von der er mir beim ersten Date erzählt hatte. Und ja, ich hatte Lust. Und ich hatte erstaunlicherweise keine Lust mehr, das von vornherein nur auf freundschaftlicher Basis zu tun.

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Kurzmitteilung

Tinder-Date Nr. 42: Die Antwort auf alles?

Als ich das Profil von Nr. 42 bei Tinder sehe, bin ich zunächst unentschlossen, in welche Richtung ich wische. Denn er ist mir fast zu attraktiv. Sehr attraktive Männer schüchtern mich irgendwie ein bisschen ein. Nr. 42 ist sehr groß, sehr durchtrainiert und sieht ein klein wenig aus wie Dirk Nowitzki, bloß viel attraktiver. In Kombination mit einem ganz sympathischen Text klicke ich auf grün. Und wenn ich schon dabei bin, schreib ich ihn sogar gleich noch zuerst an. Das mache ich bloß ganz selten, nämlich wenn mir derjenige A) übertrieben gut gefällt oder B) einen ganz enorm überragenden Text verwendet. Bei Nr. 42 ist es eine Mischung aus beidem. Ich frage ihn also, ob wir uns treffen wollen. Er will. Wir verabreden einen Tag und treffen uns gleich nach der Arbeit in einem Park, der zwischen seiner und meiner Arbeit liegt. Kurz vorher verschiebt er nochmal nach hinten und dann kommt er auch noch 10 Minuten zu spät. Aber gut, auf Arbeit hat’s länger gedauert. Dafür hab ich ja Verständnis.

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Real Life vs. Tinder, 2. Akt: Gegen-Perspektive pro Real Life

Mein persönliches Fazit zum Kennenlernen Real Life vs. Tinder war ziemlich eindeutig: Ich bin und bleibe ein Fan von Tinder und der Möglichkeit, so einfach wie nie zuvor Menschen kennen zu lernen. Dass man das auch anders sehen kann war mir natürlich klar, auch wenn ich es mir persönlich nur schwer vorstellen kann. Umso mehr hab ich mich gefreut, dass mir Blogcrawler (der selbst nicht bloggt) als „Gegendarstellung“ im gleichen Stil einige Szenen aus seinem Real Life hat zukommen lassen. Perfekt, dass jetzt hier zwei verschiedene Sichtweisen gegenüber stehen. Und meine Erkenntnis: Es geht scheinbar auch anders, ganz ohne Tinder. Aber dafür muss man natürlich selbst aktiv werden, mutig sein und sich überwinden. Puh… das klingt anstrengend! Aber trotzdem: Ich muss echt mal aufmerksamer durchs Leben laufen. Für diese Erkenntnis und den tollen Text nochmal ein fettes Danke an Blogcrawler! Vorhang auf für den zweiten Akt „Real Life vs. Tinder“:

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Statusmitteilung

Tinder-Date Nr. 41: Ein Déjà-vu und ein Anflug von Traurigkeit

Das Date ist schon ausgemacht und ich checke Nr. 41 kurz bei Facebook. Und hab ein richtig fieses Déjà-vu: Nr. 41 mit Braut im Arm. Er ist verheiratet! Seit 7 Monaten. Ich fühl mich so dermaßen zurückversetzt in die Situation mit Nr. 27, dass mir richtig schlecht wird. Was totaler Quatsch ist, denn ich hab Nr. 41 noch nie getroffen und somit kann’s mir vollkommen wurscht sein, ob er seine Frau betrügt. Denn zu dem Treffen geh ich natürlich nicht. Ich will ihn grade schon bei Tinder löschen, da zögere ich. Eigentlich sollte ich ihn zur Rede stellen. Grade durch die Geschichte mit Nr. 27 fühle ich mich moralisch verpflichtet, ihm mitzuteilen wie scheiße sein Verhalten ist. Ich frag ihn also, was denn seine Frau dazu sagt, dass er bei Tinder ist und sich mit anderen trifft. Das wäre ihr sicherlich egal, schreibt er, da sie ihn verlassen hat.

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Real Life vs. Tinder: Was Tinder einem Kennenlernen im echten Leben voraus hat

„Lern lieber im echten Leben jemanden kennen, Tinder ist doch scheiße“, diesen äußerst gut gemeinten Ratschlag höre ich verdammt oft. Zumal ich aus meinen Dating-Aktivitäten kein großes Geheimnis mache. Warum das mit dem Kennenlernen im echten Leben bei mir irgendwie nicht klappt, dazu hab ich mir schon öfter Gedanken gemacht. In den letzten Wochen hab ich dazu einige kurze Beispiele aus meinem Alltag gesammelt. Jetzt sitz ich grade im ICE Richtung Leipzig und hab mal Zeit, diese zusammen zu schreiben. Und da ich scheinbar ein zwanghaftes Bedürfnis habe, alles zu nummerieren, hier einige hübsch nummerierte Szenen aus meinem Leben, in denen ich leider niemanden kennengelernt habe. Vorhang auf:

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Tinder-Date Nr. 40: Mann vs. Eichhörnchen

VOR dem Date geschrieben:
„Liebe es, wenn Frauen den ersten Schritt machen“ steht in seinem Profil.
Ich kann förmlich hören wie einige von euch die Hände über dem Kopf zusammen schlagen. Und ja, auf den ersten Blick spricht diese Aussage nicht unbedingt für sonderlich große Selbstsicherheit. Andererseits braucht es wohl auch Selbstsicherheit, den ersten Schritt als Mann ganz bewusst aus der Hand zu geben. Nicht, weil er sich selbst nicht traut, sondern einfach weil er es kann und will. Weil er nicht permanent seine Männlichkeit unter Beweis stellen muss, sondern weil er männlich genug ist, um nicht auf einem Verhalten zu beharren, das gemeinhin als männlich gilt. Aber das kann man sicherlich auch anders sehen. Und sowieso: Ob dies natürlich die erste Information sein sollte, die man dem anderen über sich mitteilt, ist eine ganz andere Frage. Ich finde eigentlich Nein.

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Tinder-Date Nr. 39: Der Tinder-Analphabet

Laut seinem Profiltext ist er ein „Tinder-Analphabet auf Entdeckungstour“. Dass er Anfänger ist, sieht man seinen Fotos an, denn die sind wahnsinnig schlecht. Also nicht, weil er schlecht aussehen würde. Aber einfach miese Qualität. Das eine ist total verschwommen, auf dem nächsten sieht man ihn nur von hinten und auf dem dritten hat er eine Mütze und eine Sonnenbrille auf. Aber man kann ansatzweise erkennen, dass er sehr sympathisch lacht. Und wir haben einen gemeinsamen Freund. Der ist ein enger Vertrauter von  mir, also schicke ich ihm einen Screenshot. Er hat mit Nr. 39 Abi gemacht, kennt ihn daher nicht mehr wirklich gut. Damals wäre er ein bisschen verpeilt gewesen. Eher ruhig und etwas schüchtern. Aber sehr nett und lieb. Ja ok, klingt erstmal nicht nach einer Beschreibung, die mich unbedingt umhaut.

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