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Tinder-Date Nr. 25: Nimm dir Zeit oder lass es, Junge!

So sonderlich spektakulär war mein Date mir Nr. 25 eigentlich gar nicht. Doch irgendwie scheint mir sein Verhalten typisch zu sein für viele Männer. Deswegen schreibe ich trotzdem ein paar Zeilen über ihn. Vielleicht ist es sogar ein bisschen symptomatisch für das ganze Dating-Verhalten via Tinder. Man trifft jemanden, findet denjenigen nett und interessant, versteht sich gut. Eigentlich spricht absolut nichts gegen ein weiteres Treffen. Doch aus irgendeinem Grund kommt es dazu einfach nicht mehr. Vielleicht kommen andere vielversprechende Matches oder Dates dazwischen. Vielleicht ist einfach insgesamt die Auswahl zu groß und gibt einem das Gefühl, es könnte noch besser werden. In jedem Fall verpasst man dadurch den eigentlich viel entscheidenderen Moment als das erste Date: Das wirkliche Kennenlernen. Man steckt fest in einer Endlosschleife aus ersten Dates und vergibt sich doch die Chance der zweiten dritten vierten Dates. Ich selbst vielleicht auch. In dieser ganzen Fülle an neuen Menschen will man so umgeworfen werden wie es vielleicht gar nicht möglich ist.

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Tinder-Date Nr. 24: Willkommen in der Friendzone

Selten war ich so gespannt auf ein Date wie bei Nr. 24. Mit ihm hatte ich nämlich vor dem ersten Date schon so lange geschrieben wie mit niemandem sonst. Aber das hatte Gründe: Denn als wir anfingen zu schreiben, wohnte er noch gar nicht in meiner Stadt, sondern war nur für ein paar Tage zu Wohnungsbesichtigungen da. Er hatte hier einen neuen Job angenommen und würde daher zwei Monate später herziehen. Wir schrieben gleich anfangs ziemlich viele und lange Nachrichten. Natürlich schlug ich ein spontanes Treffen vor, so lange er zu den Besichtigungen da war. Das hat aber terminlich einfach nicht geklappt. Wobei ihm das vermutlich sogar fast lieber war, denn er ist wohl ziemlich schüchtern. Ein klassischer Nerd.

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Statusmitteilung

„Was suchst du bei Tinder?“ – „Eigentlich will ich nur Katzenfotos angucken.“

„Was suchst du denn eigentlich hier bei Tinder?“ Ach wie mich diese Frage nervt! Besonders, wenn sie in der ersten, zweiten oder dritten Nachricht gestellt wird. Bloß keine Zeit verlieren, gleich abklären, ob man das Gegenüber A) schnellstmöglich ins Bett kriegen oder B) schnellstmöglich vor den Traualtar zerren kann. Denn meist ist eine der beiden Varianten der wahre Hintergrund der Frage, vermute ich zumindest. So als wäre das Wichtigste, auf direktestem Weg ein Ziel zu erreichen, einem Muster zu folgen. So als wäre zweitrangig, mit wem man dieses Ziel erreicht, Hauptsache es passiert schnell.

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Tinder-Date Nr. 23: Alles dreht sich nur um dich

Mit meinen Mädels habe ich kürzlich die heißesten Männer-Berufe diskutiert. Ziemlich einstimmig haben wir Polizisten auf Platz 1 gewählt, dicht gefolgt von Ärzten. Nicht zuletzt deswegen war ich von Nr. 23 ziemlich angetan, denn er ist angehender Arzt. Allerdings stellte sich schnell heraus, dass er durch Studium, Arbeit am Klinikum und Schichten im Rettungswagen sehr stark ausgelastet ist. Was bei dem Arbeitspensum nicht wirklich überraschend ist. Dementsprechend brauchte er meist recht lange zum antworten. Aber da die Unterhaltung ganz nett war, schlug er irgendwann ein Telefonat vor. Vom Telefonieren mit völlig Fremden bin ich ja eigentlich absolut kein Fan. Finde, wenn man sich bei der ersten Unterhaltung nicht ansehen kann, macht es das ungleich schwerer. Man fällt sich ständig ins Wort und es entstehen doofe Pausen, die es in echt gar nicht gäbe.

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