Statusmitteilung

Tinder-Date Nr. 43, Teil 4: Ertappt. Oder: Datus Interruptus.

Drittes Date mit Nr. 43. Er gefiel mir gleich beim ersten Date wahnsinnig gut. Beim zweiten Date das Geknutsche an der Ampel und ich danach kribbelig-verschossen. Am nächsten Tag stelle ich fest, dass er gleich wieder weitertindert und zwinge daher meine Verschossenheit, sofort die Klappe zu halten. Das gelingt ganz gut, denn die Tatsache, dass er weitersucht, während ich nicht aufhören kann beim Gedanken an ihn zu grinsen, finde ich echt bitter. Und auch in den folgenden Tagen seh ich immer mal wieder, dass er irgendwas an seinem Profil geändert hat. Trotzdem freue ich mich auf das nächste Date mit ihm und versuche, möglichst unvorbelastet rein zu gehen. Ich hab davor keinen so richtigen Master-Plan, ob ich ihn auf das Thema ansprechen werde. Sicher nicht gleich zu Beginn. Und sicher nicht in Form einer eifersüchtigen Szene. Erstmal sehen, wie es sich anfühlt.

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Tinder-Date Nr. 43, Teil 3: Die Schattenseiten des Parallel-Dating

Nr. 43 find ich toll! Das zweite Date mit ihm war toll, das Knutschen war toll. Am nächsten Tag schreibt er mir ein paar schöne Nachrichten, auch die sind toll. Er denkt an mich, schreibt er. Ich denk auch an ihn. Und muss dabei jedes Mal grinsen. Das find ich supertoll! Und weil ich an ihn denken muss, möcht ich Fotos von ihm angucken. Ich geh dazu auf sein Tinder-Profil. Kurzer Schock: Er hat neue Fotos hochgeladen! Ganz aktuelle vom letzten Wochenende. Und einen geänderten Text. Ich weiß das zufällig genau, weil ich den Text für den Blog abgeschrieben hab. Vor unserem Date war das sicher noch nicht. Er hat also offensichtlich am Tag nach unserem Ampel-Geknutsche sein Tinder-Profil aktualisiert. Warum ändert man sein Tinder-Profil? Weil man neue Matches einsammeln will, ist doch ganz klar! Hmmm… ach, das nervt jetzt!

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Kurzmitteilung

Tinder-Date Nr. 43, Teil 2: Eine rote Ampel und ein bisschen Kitsch

Unglaublich: Nervös wegen einem Date! Ich alter Dating-Routinier! Vor dem zweiten Treffen mit Nr. 43 mach ich mich ein bisschen verrückt. Das erste Date und mein Eindruck von ihm waren so gut, da mach ich mir Gedanken. Dass das zweite Date sicher nicht mithalten kann. Dass er auf den zweiten Blick bemerkt, dass ich doch nicht so toll bin. Dass seine Art vielleicht doch bloß eine geschickte Masche ist, um mich ins Bett zu kriegen. Aber sobald wir uns an dem Abend zur Begrüßung umarmen, ist die ganze Aufregung wie weggeblasen. Ich fühl mich sofort wieder wohl mit ihm. Diesmal treffen wir uns in seiner Gegend, beim letzten Mal war er in meine gefahren. Wir wohnen eigentlich nicht weit entfernt, zwei Stadtteile derselben wunderbaren Stadt. Aber dazwischen liegt ein See, deswegen ist die Anbindung nicht so grandios.

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Statusmitteilung

Tinder-Date Nr. 43: Jackpot?

„Suche was Echtes, Ernsthaftes… eine treue Gleichgesinnte“ steht in seinem Profil. Bisschen arg kitschig. Überzeugt mich nicht so recht. Die ersten drei Fotos auch nur halb. Aber das letzte Bild lässt meinen Finger dann doch auf grün klicken. Er schreibt mich kurz darauf an. Wir tauschen ein paar Nachrichten aus, ganz nett. Das Schreiben wird mir wie üblich recht schnell zu viel. Also schlag ich vor, das Gespräch im Biergarten fortzusetzen. So schnell hat er sich wohl noch nie getroffen, aber er ist einverstanden.
Der Tag unseres ersten Dates ist so ein Tag, an dem ich mich richtig gut fühle. Ich steh vorm Spiegel, das Kleid steht mir super, die Haare fallen toll, ich seh heute schon ein bisschen klasse aus. Ich geh also bester Laune zum verabredeten Treffpunkt. Ich seh ihn von Weitem und lächel ihn an. Er schaut durch mich hindurch. Ich bin nicht mehr sicher, ob er das ist, geh also erstmal vorbei. Dann dreh ich mich um, er sieht mich, grinst und deutet auf mich. Ich grins zurück, deute auch auf ihn und wir begrüßen uns lachend. Guter Start!

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More meeting, less writing: Ein Plädoyer für mehr Real Life bei Tinder

Was funktioniert besser: Tinder oder Real Life-Kennenlernen? Kann man nicht so einfach sagen, schon klar. Aber warum muss das denn überhaupt so ein großer Unterschied sein? Warum nutzen so viele Menschen Tinder für unendlich langes anonymes Schreiben statt es als Möglichkeit zu sehen, ein Treffen im „Real Life“ zu verabreden? Denn wenn da erstmal ein reeller Mensch vor dir steht, ist es vollkommen irrelevant, ob sein erster Satz an dich über eine Online-Plattform ausgetauscht wurde oder in einer zwielichtigen Bar. Dann ist es einfach ein Mensch. Und ab dem Moment hat ein Real Life Kennenlernen eigentlich keinen relevanten Vorteil mehr. Finde ich. Vor dem Treffen besteht ein Tinder-Chat letztendlich bloß aus ein paar Einsen und Nullen auf irgendeinem Webserver. Ich finde: Tinder braucht mehr Mut zum Treffen und weniger Dauer-Chats.

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Tinder-Date Nr. 39, Teil 4: Wachsende Zweifel

Nach dem Knutsch-Date mit Nr. 39 war ich nachdenklich. Aber ich freute mich auch auf die nächste Verabredung. Dann rückte das nächste Date näher. Und mit einem Mal hatte ich so ein flaues Gefühl in der Magengegend, das immer deutlicher wurde. Als ich auf dem Weg zum Treffpunkt war, fühlte ich mich mit jedem Meter, den ich dem Date näher kam, seltsamer. Ich kann das irgendwie nur ganz schwierig beschreiben. Doch ich hatte immer mehr das Gefühl, dass es einfach nicht passt mit Nr. 39 und mir. Wir sind so verschieden, von unserer ganzen Art her. So ganz und gar verschieden. Kann das denn funktionieren? Und überhaupt, er ist so extrem schüchtern. Ich weiß nicht, ob ich damit auf Dauer klar komme. Doch das Wichtigste: Ja, ich mag ihn und die Gespräche mit ihm. Aber kann das denn reichen? Ich mag ihn. Und ich mag die Idee, mich mal in einen Guten zu verlieben. Aber ich bin nicht verliebt, nicht mal ein kleines bisschen verschossen. Das reicht nicht.

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Tinder-Date Nr. 39, Teil 3: Die Lizenz zum Knutschen

Drittes Date mit Nr. 39, dem Tinder-Analphabeten, der auf den zweiten Blick irgendwie doch mein Interesse geweckt hat. Wir treffen uns bei strahlendem Sonnenschein am Nachmittag und gehen an den See. Wir sitzen an einem ruhigen Plätzchen am Ufer, die Füße im Wasser. Ich hab zwei kühle Radler mitgebracht. Wir quatschen einfach wieder. Wie immer sehr angenehm und sehr entspannt. Als das Radler leer ist, laufen wir noch ein Stückchen weiter zu einer beliebten Wiese, auf der im Sommer die halbe Stadt in der Sonne chillt. Beim dazugehörigen Biergarten nehmen wir ein Radler mit und legen uns ins Gras.

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