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Tinder-Date Nr. 36, Teil 3: Der Höhlenmensch und das Breadcrumbing

Doch noch ein weiterer Teil mit Nr. 36. Vielleicht hab ich in die rund einwöchige Funkstille etwas viel reininterpretiert. Vielleicht aber auch nicht. Ich bin noch nicht sicher. Denn auf Nachfrage erfahre ich, dass Nr. 36 in den letzten Tagen Klettern war. Im Wald. Und er hat in einer Höhle geschlafen. Die Höhle hatte wohl kein WLAN. Und auch keine Steckdosen. Saftladen! Deswegen hat er sich nicht gemeldet, schreibt er. Jo, was soll ich sagen. Ist doch voll ok. Ein bisschen verrückt bei dem Wetter, aber ok. Hätte man ja mal Bescheid sagen können. Vorher. Er schickt ein paar Fotos. Von ihm in der Höhle. Wir schreiben ein bisschen. Er merkt, dass ich genervt bin. Weil ich das Gefühl hab, er hält mich bloß hin. Weiß er vielleicht gar nicht, was ich fühle. Könnte ich ihm ja mal schreiben:

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Der Tinder-Effekt: Über schwindendes Interesse in Zeiten von Tinder

Symptomatischer Verlauf eines Kennenlernens über Tinder: Man datet ein paar Mal, mein schreibt eine ganze Weile, man versteht sich gut, hat sich viel zu erzählen, man mag sich. Irgendwie. Und irgendwann verliert einer das Interesse. Einfach so. Ohne konkreten Auslöser. Ohne dass der andere etwas falsch gemacht hätte. Einer entscheidet irgendwann, dass es nicht passt. Vielleicht wegen einem anderen tollen Date. Vielleicht nur so. Kommuniziert wird das oft nicht. Einfach nicht mehr melden. Nennt sich dann Ghosting. Ist aber zumindest eindeutig. Lauwarmes Antworten zum Lauwarm-Halten ist die fast noch fiesere Variante.

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Tinder-Date Nr. 36, Teil 2: Jetzt küss mich doch endlich!

Hach…was für ein toller Abend! Nach dem schönen ersten Date sah ich Nr. 36 wieder. Wir trafen uns schon um 18 Uhr, das tolle Wetter an diesem Tag noch etwas genießen (schon paar Tage her), später dann ins Kino. Diesmal in seiner Stadt, beim letzten Mal war er zu mir gekommen. Ist aber nicht weit weg. Er holte mich am Bahnhof ab, kam mit einem strahlenden Lachen auf mich zu, als er mich sah. Herrlich, ich freu mich riesig ihn zu sehen. Wir trinken erstmal ein Radler in der Sonne. Die Unterhaltung läuft etwas zäher an als beim letzten Mal, aber wir kommen langsam rein ins Gespräch.

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Tinder-Date Nr. 37: Wie viel Zeit braucht ein Kennenlernen?

Irgendwie ist dieses Tinder ja schon eine ziemlich seltsame Sache. Diese ganze Auswahl. Und wie schnell man an Dates kommt. Und wie schnell man einen Menschen ersetzen kann. Was macht das mit uns? Mit mir? Eigentlich bin ich ein großer Fan von Tinder, doch die Geschichte mit Nr. 37 hat mich nachdenklich gestimmt. Und deswegen (was da los… kritische Töne in diesem Blog?!) geht es hier mal um einen negativen Aspekt unserer schönen neuen Datingwelt.

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Tinder-Date Nr. 36: Überdurchschnittliches Durchschnittsdate

Ein Date fast ohne „besondere Vorkommnisse“ und doch irgendwie besonders. Auch mit Nr. 36 hatte ich bloß das nötigste geschrieben vor dem Treffen. Also eigentlich hatten wir bloß geschrieben, um das Treffen zu vereinbaren. Wir trafen uns dann gleich am nächsten Tag auf ein Feierabendbier. Über das Date gibt es wirklich nicht so furchtbar viel zu sagen: In der Kneipe angekommen unterhielten war uns von Anfang an super gut und hatten uns viel zu erzählen. Als die Kneipe voll wurde, wechselten wir in eine andere Location.

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Tinder-Date Nr. 35: Abflug!

Mit Nr. 35 schrieb ich für meine Verhältnisse ungewöhnlich lange vor dem Treffen. Lag aber vor allem daran, dass er gar nicht in meiner Stadt wohnt, sondern rund 100 Kilometer entfernt. Er ist aber oft hier, deswegen hab ich ihn mir „eingefangen“. So hat er sich über Wochen hinweg immer wieder bei mir gemeldet und wir schrieben ganz nett, obwohl ich ihn weder übermäßig attraktiv noch übermäßig spannend fand und mich die Entfernung sowieso abschreckte. Ich hätte die Sache von meiner Seite also nicht unbedingt forciert. Vor ein paar Tagen schrieb er mir dann aber, dass er heute am Flughafen meiner Stadt landen würde und ob ich nicht Lust auf einen kurzen Kaffee hätte. Zum Flughafen fährt die U-Bahn 9 Minuten von mir aus, also stimmte ich zu. Hatte aber von Anfang an keine sonderlich große Erwartungshaltung.

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Kein Tinder-Date: Versetzt oder sowas

„Nicht vergessen: heute Abend“ schrieb er mittags noch. „19 Uhr am Bahnhof, wie könnte ich das vergessen?!“ antwortete ich. Er wohnt rund 40 Kilometer entfernt. Bei einer etwas weiteren Entfernung finde ich es eigentlich am schönsten sich in der Mitte zu treffen. Dann hat nicht einer von beiden die ganze Fahrerei. Außerdem empfinde ich es als Zeichen der Wertschätzung, dass beide ein Stück auf den anderen zu kommen. Nicht nur bildlich gesprochen. Also war besagter Bahnhof auch nicht der Bahnhof meiner Stadt, sondern knappe 20 Kilometer entfernt. Mit den Öffentlichen gut erreichbar, aber trotzdem, eine gute halbe Stunde vor dem Date verließ ich das Haus.

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