Statusmitteilung

Tinder-Date Nr. 53: Intelligenz ist sexy

In seinem Profiltext steht: „Groß und sportlich sucht fröhliche unternehmenslustige Nichtraucher Prinzessin“. Ich überlege erst, ob ich ihn überhaupt matchen soll. Prinzessin bin ich ja nun nicht. Aber fröhlich und unternehmenslustig dafür umso mehr. Also ignoriere ich das mit der Prinzessin mal. Das merkt er bei einem Date ja sowieso recht schnell, dass ich keine Prinzessin mit Gel-Nägeln und künstlichen Wimpern bin. Er gefällt mir auf den Fotos optisch ziemlich gut. Naja von seinen Klamotten mal abgesehen. Bestimmt trägt er Outdoor-Jacken… haha. Ich bin davor nicht sicher, wie aktuell seine Fotos wohl sind. Zumindest sieht er darauf jünger aus als die Altersangabe suggerieren würde. Er ist ganz am oberen Ende meiner Alters-Range. Der Chat läuft zunächst eher schleppend. Ich überlege schon, ob ich überhaupt noch antworten soll, weil es etwas mühsam ist. Aber auf’s Stichwort leite ich dann doch geschmeidig über zu „Apropos Wein: Mal ein Glas zusammen trinken?“.

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Tinder-Date Nr. 52: Warum man beim ersten Date nicht über Politik reden sollte

Nr. 52 finde ich auf seinen Fotos optisch gar nicht mal so überragend. Aber naja, ich date scheinbar grade lieber nicht ganz so attraktive Männer. Also nicht aus einer bewussten Entscheidung heraus. Aber wenn ich so an Nr. 51 und 52 denke, fällt mir das im Nachhinein schon auf. Ihr wisst ja, Nr. 50 und so. Der war schön. Und hat mir weh getan. Vielleicht passiert das nicht, wenn ich weniger schöne Männer treffe, denke ich mir wohl unterbewusst. Das ist totaler Quatsch, das weiß ich doch. Nr. 52 ist auch wirklich nicht unattraktiv! Eigentlich ist er schon ziemlich ok, irgendwie. Sehr sportlich ist er. Iron Man Finisher. Das muss mich scheinbar beeindrucken. Und extrem groß ist er. Finden die meisten Frauen ja glaube ich recht toll. Ich nun nicht unbedingt. Also größer als ich sollte möglichst schon sein. Aber da reichen mir eigentlich ein paar Zentimeter. Einfach aus praktischen Gründen. Augenhöhe und so.

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Kurzmitteilung

Tinder-Date Nr. 51: Was für ein Kindergarten!

Heute vor einer Woche, der Tag danach. Nach dieser wirklich heftigen Nacht, in der mir Nr. 50 erst sagt, dass er keine Gefühle für mich hat. Und als ich dann schon mit angeknackstem Herzen angeschlagen am Boden liege, schlägt er mir auch noch mit dem Ex-Date ins Gesicht. Das tut weh. Als ich in jener Nacht nach Hause komme, lasse ich erstmal das raus, was ich zuvor in seiner Gegenwart nicht zugelassen habe. Und heule. Ausgiebig. Ich trink noch ein bisschen mehr Wein. Halb angetrunken ist ein blöder Zustand. Ich versuche zu schlafen. Geht nicht. Ich zieh mich nochmal an und geh spazieren. Es regnet. Das passt irgendwie. Ich laufe gerne im Regen. Ich höre Musik. Den Soundtrack meiner Verknalltheit in ihn. Und küre den Soundtrack dieser Nacht. Ich nehme ein Vollbad in meinen Gefühlen. Auch am Sonntag Vormittag noch. Bis meine Haut ganz schrumpelig ist. Und mein Herz. Ablenken klappt irgendwie nur recht zögerlich.

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Shots an der Bar mit Meryl Streep: Mein zweites Blog-Treffen

Durch die ganze Story mit dem falschen Fuffzger bin ich noch gar nicht dazu gekommen über mein zweites Blog-Treffen zu schreiben. Das war schon vor zweieinhalb Wochen. Dabei hatte ich das große Vergnügen Blog-Leserin Mara kennen zu lernen. Ihre Schwester wohnt in meiner Stadt und Mara besucht sie an diesem Wochenende. Sie fragt mich also, ob ich Lust auf einen Erfahrungsaustausch bei einem Bierchen hätte. Hab ich natürlich! Hat hier jemand Bier gesagt? Wir setzen das also recht spontan in die Tat um. Wir treffen uns am Abend in einer Bar. Maras Schwester ist auch dabei. Ich bin davor etwas unschlüssig, ob das nicht irgendwie seltsam wird, wenn ich mich bei ihrer Schwester vorstelle als die komische Frau aus dem Blog mit den vielen Tinder-Dates. Aber Mara schreibt nein, das wird nicht komisch. Und das ist es dann auch wirklich nicht.

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Statusmitteilung

Tinder-Date Nr. 50, Teil 14: The Talk. And The End.

Spannungskurve aufbauen? Drauf geschissen heute! Den Spoiler gibt’s gleich in der Überschrift. Und hier gleich nochmal hinterher: Das wars mit Nr. 50. Das ist der letzte Teil. Und das Ende ist recht nachhaltig. Endgültig. Aber wie genau sich das ergibt, das kommt dann vielleicht doch anders als erwartet. Zumindest für mich. Meine Gefühlslage vor dem finalen Date mit ihm ist wie in den letzten Beiträgen beschrieben: Ich mag ihn. Nach wie vor. Aber ich spüre doch recht deutlich, dass da nicht viel kommt von ihm. Und ich stelle mich mehr und mehr darauf ein, dass das eben nix wird mit uns. Damit kalkuliere ich ganz klar vor diesem Date. Ich kann mich nach und nach an den Gedanken gewöhnen. Es wird von Tag zu Tag ein bisschen mehr Realität und ein bisschen einfacher für mich. Und ich weiß davor: Das wird ok sein. Das Ende. Damit komme ich klar.

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Kurzmitteilung

Prolog zu Tinder-Date Nr. 50, Teil 14: Laufen wir in die gleiche Richtung?

Die letzte Woche ist bei mir wie erwartet ein einziger Dauerlauf. Im wahrsten Sinne. Auf Arbeit stecke ich mitten in einem Projekt und arbeite jeden Tag irre viel. Dazwischen laufe ich zum ersten Mal in meinem Leben einen 10 km-Lauf. Laufen fand ich ja immer ziemlich doof und ich bin gar nicht sicher, ob sich das überhaupt geändert hat. Aber aus einer Schnapsidee heraus hab ich mich zu diesem 10 km-Lauf angemeldet. Und da ich leider ein übertrieben ehrgeiziger Mensch bin, will ich es dann auch unbedingt in einer guten Zeit schaffen und trainiere viel dafür. Mein ganzes Umfeld fiebert mit. Am Tag des Laufes denken alle möglichen Menschen an mich. Schreiben mir davor, dass sie mir die Daumen drücken. Fragen hinterher, wie es gelaufen ist. Das freut mich. Nr. 50 schreibt nicht. Obwohl ich grade ihm ständig davon erzählt hab. Daher wollte er immer mal mit mir zusammen laufen gehen. Haben wir letztendlich nie geschafft.

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Tinder-Date Nr. 50, Teil 13: Der Moment der Erkenntnis

Die letzte Woche über ist Nr. 50 krank. Starke Anzeichen einer ganz schlimmen Männer-Grippe. Ich bemitleide ihn ein bisschen per WhatsApp und wünsche ihm eine gute Besserung. Ich höre dann nichts mehr von ihm die Woche über, wundere mich aber nicht, da er ja nun mal krank ist. Am Freitag frag ich morgens mal nach, ob er überlebt hat. Und ob er am Abend was mit mir machen möchte. Ja, es geht ihm wieder gut, schreibt er. Am Abend macht er was mit Max. Punkt. Ende der Nachricht. Kein „Wollen wir uns dafür Samstag sehen?“. Kein „Was machst du sonst so am Wochenende?“. Kein Bedauern. Und das ist er. Noch nicht der Moment, der das Ende bedeutet. Das hier ist der Moment, in dem es mir langsam dämmert. Dass es ein Ende geben wird. Und ja: Ihr wusstet das vermutlich schon lange. Und würde ich als Außenstehende irgendwo diese Geschichte lesen über Nr. 50 und dieses naive Ding, dann wüsste ich es vermutlich auch schon längst. Aber diese sachliche Distanz zur Story fehlt mir halt naturgemäß. Das ist von außen wohl einfacher, klarer und vor allem rationaler einsehbar. Und ja, ich hab mir da zuletzt wohl was vorgemacht und wollte nicht sehen, was allzu offensichtlich war. Aber so ist das halt, wenn man Gefühle hat und Hoffnungen.

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