Statusmitteilung

Tinder-Date Nr. 50, Teil 2: Der kaputte Schirm und ein gutes Gefühl auf dem Friedhof

Nr. 50 sagt mir am Ende des ersten Dates, dass er mich gerne wiedersehen würde. Und das setzen wir gleich drei Tage später, am letzten Samstag, in die Tat um. Er schlägt Mittagessen vor. Ich bin fast ein bisschen enttäuscht, da Dates am Tag meistens distanzierter und kürzer sind. Aber er ist danach für ein paar Tage nicht in der Stadt, also geht es kaum anders. Wir treffen uns vor seinem Haus und laufen zusammen los. Er hat ein indisches Restaurant ausgesucht und einen Tisch reserviert. Auf dem Weg da hin fängt es an zu regnen, ich spanne meinen Regenschirm auf. Zack, er nimmt ihn mir ab und hält ihn diesmal ganz Gentleman für mich. Am Restaurant angekommen will er den Schirm zusammenklappen und macht dabei irgendwas daran kaputt. Auf jeden Fall lässt sich der Schirm nicht mehr zusammenschieben. Wir versuchen zehn Minuten alles mögliche und müssen immer mehr lachen, weil es sicher total dämlich aussieht wie wir zu zweit verzweifelt gegen den Schirm kämpfen. Als es uns irgendwann notdürftig gelingt, gehen wir lachend ins Restaurant.

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Tinder-Date Nr. 50: Nordlichter und Nachtlichter

Das 50. Tinder-Date. Na und, was soll’s? Auch bloß eine Zahl. Nix besonderes eigentlich. Aber irgendwie ist das schon was besonderes für mich. Keine Ahnung wieso. Vielleicht weil ich eh ein Zahlenmensch bin. Ich bin also ein bisschen nervös vor dem Jubiläums-Date. Ganz schön bescheuert! Derjenige, der Nr. 50 wird, der kommt mir vor dem Date auch durchaus besonders vor. Auf seinen Fotos wirkt er wie ein ziemlicher Spaßvogel. Auf jedem Bild zieht er irgendeine lustige Grimasse. Das find ich toll, ich lach doch so gerne. Verdammt attraktiv ist er dazu auch noch. Beim Schreiben ist er ziemlich lässig. Witzigerweise erinnern mich einige seiner Aussagen total an mich selbst. So schreibt er zum Beispiel, dass er sich gerne schnell trifft. Zu langes Schreiben findet er doof, weil ein echtes Gespräch doch so viel mehr Spaß macht als ein anonymer Chat. Meine Worte praktisch! Das Treffen ist dementsprechend schnell ausgemacht und ich freue mich sehr auf ihn.

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Kurzmitteilung

Tinder-Date Nr. 47, Teil 3: Warum ich keine Spielchen spiele und die Frage, ob das gut ist

Von Nr. 47 bin ich beim ersten Date sehr begeistert, beim zweiten hingegen eher ernüchtert. Trotzdem haben wir ganz guten Sex. Weil ich Lust drauf habe. Er auch. Sehr. Zwei Tage später sehen wir uns schon wieder. Er schreibt, dass er mich gerne sehen würde. Er hätte zwar nicht so übermäßig viel Zeit, aber vielleicht würde es ja trotzdem kurz klappen. Er würde sich freuen. Er wohnt knapp 10 Gehminuten von mir entfernt, also warum nicht. Ich laufe zu ihm. Er schreibt mir die Adresse, ich war ja noch nie da. Ich klingel und laufe nach oben. Er steht in der halb geöffneten Tür. Er hat ein Shirt an und Boxershorts. Äääh… ok, ich bin dann doch ein wenig überrascht. Wir sehen uns zum dritten Mal und er hält es nicht für nötig, eine Hose anzuziehen? Mir gefällt die Richtung nicht, in die das läuft. Ich komm erstmal rein und er zeigt mir die Wohnung. Er schenkt mir was zu trinken ein und wir setzen uns aufs Sofa. Ich erzähle kurz fünf Minuten von meinem Tag, da fängt er schon das Fummeln an. Ja ok, der ist grade ziemlich rattig. Naja gut, ist ja kein Problem. Ich versteh das. Wir haben also erstmal ganz guten Sex.

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Tinder-Date Nr. 49: Die französische Kaiserin und ein Wink des Schicksals

Date Nr. 49 ist ursprünglich bereits während meines Dating-Marathons geplant. Der als Nr. 49 Auserkorene sagt das Treffen jedoch einige Stunden vorher ab. Ich hatte bei ihm ja gleich das Gefühl, er wäre nur so semi-interessiert mich zu treffen (immer das gleiche, wenn ich ausnahmsweise mal jemanden zuerst anschreibe). Dieses Gefühl bestätigt sich, denn auch der Ersatztermin kommt nie zustande. Zum tatsächlichen Date Nr. 49 bin ich daher also mit einem anderen Mann verabredet. Dieser sieht auf den Fotos sehr attraktiv aus. Allerdings verwendet er nur zwei Bilder. Ich finde ja das ist einfach zu wenig finde, um sich einen optischen Eindruck von einem Menschen zu machen. Aber gut, er schreibt ganz nett. Wir treffen uns.

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Auf ein Bierchen mit Nr. 48: Funktioniert Freundschaft nach dem Knutschen?

Ich war nicht sicher, ob es nach meinem Korb an Nr. 48 wirklich zu dem von mir vorgeschlagenen freundschaftlichen Bierchen kommt. Ich wollte das wirklich, da wir uns überdurchschnittlich gut verstanden hatten. Und das kommt ja nun mal auch nicht so häufig vor. Er meldet sich erstaunlich kurz nach dem Korb und schlägt besagtes Bier vor. Und er will sich aussprechen: „Ein Gespräch wäre mir schon wichtig, insbesondere weil du ja auch ne Freundschaft möchtest. Will nicht stressen, aber es würde mir gut tun.“ Ich bin ein bisschen überrascht, dass offensichtlich eine ausführliche Aussprache nötig ist, nach nur einem Date. Ich hatte eher angenommen, dass wir nach ein/zwei Wochen Abstand nochmal neu starten. Ich überlege kurz, ob mir eine solche Aussprache nicht vielleicht doch zu komisch wird. Ich wollte ja bloß ab und zu mal mit ihm auf ein Bierchen gehen, ich hab nicht vorgeschlagen, dass er „Best Friends Forever“ in mein Poesie-Album malt. Aber andererseits hat er ja recht und wenn wir uns weiterhin sehen wollen, sollten wir das klären. Auch eine Freundschaft erfordert Einsatz. Und auch (oder gerade) für eine Freundschaft lohnt es sich zu kämpfen.

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Kurzmitteilung

Tinder-Date Nr. 48, Abfuhr: Wie schreibt man einen netten Korb?

Nach meiner Dating-Marathon-Woche kämpfe ich mit der Beseitigung der Folgen. Bei Nr. 47 war ich mir auf den zweiten Blick nicht mehr sicher, was das werden könnte. In jedem Fall beschließe ich, dass es keinen Grund gibt, ihn exklusiv zu daten. Einem Wiedersehen mit Nr. 45 und 48 steht also nichts im Weg. Das Date mit Nr. 45 hat für den Blog nicht sonderlich viel her gemacht, dennoch war es schön und ich freu mich auf ein Wiedersehen. Und Nr. 48? Ach… das ist irgendwie schwieriger. Ich war mir schon während des Dates alles andere als sicher bei ihm. Sein Kuss hat mich überrumpelt und überfordert. Danach schreibt er mir relativ oft und jeder Nachricht höre ich an, dass er sich große Hoffnungen macht. Das setzt mich unter Druck. Das hatte mich auch in jener Nacht belastet: Dass ich gleich diese enorme Erwartungshaltung gespürt habe. Stressfrei kennen lernen ist bei 48 sicherlich nicht. Ganz oder gar nicht.

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Tinder-Date Nr. 47, Teil 2: Nüchtern betrachtet

Nach dem nervenaufreibenden Abend mit Nr. 48 seh ich am nächsten Tag also 47 wieder. Ihn fand ich gleich auf den ersten Blick äußerst heiß. Wir hatten ein wirklich schönes und relativ Bier-lastiges erstes Date auf dem Straßenfest. Wir waren beide angetan voneinander, während und nach dem Date. Dann sehen wir uns zwei Tage später wieder und irgendwie ist von der Begeisterung des ersten Dates für mich nicht mehr viel zu spüren. Ich finde ihn immer noch extrem heiß. Und er ist auch nett. Aber keine Ahnung, wir haben uns diesmal nicht wirklich viel zu sagen. Beziehungsweise habe ich verstärkt das Gefühl, dass ihn nicht sonderlich interessiert, was ich zu sagen habe. Das ist doof, denn ich möchte schon, dass die Menschen bei meinen äußerst unterhaltsamen Geschichten auch angemessen begeistert sind… höhö.

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